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KatRetter

Lipper helfen Leben retten

KATRETTER ist ein Smartphone-basiertes Alarmierungssystem für qualifizierte Ersthelfer. Mit diesem System können Rettungskräfte, Ärzte und weitere medizinisch qualifizierte Personen die Überlebensrate bei Herz-Kreislauf-Stillständen signifikant verbessern. Dies erfolgt durch schnell eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen.Der Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe hat sich dazu entschlossen das KATRETTER-System in seinem Einzugsbereich zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Webseite möchten wir Ihnen zukünftig das Prinzip und die Funktionen hinter dem KATRETTER-System näher erläutern.

Die Einführung des KATRETTER-Systems erfolgt dabei in mehreren Phasen, da wir die Anmeldungen nur entsprechend der Qualifikation vornehmen können. Folgende Phasen sind dabei vorgesehen:

•    Phase 1: seit dem 23.06.2022 (Probephase): Hauptberufliches Einsatz-Personal (Rettungsdienst/Feuerwehr/Notarzt)

•    Phase 2: ab Herbst 2022: Hilfsorganisationen, THW und Freiwillige Feuerwehren

•    Phase 3: ab 2023 (in Absprache LIP/HX/PB): Medizinisches Fachpersonal - Arztpraxen und Kliniken

•    Phase 4: Ende 2023 (in Absprache LIP/HX/PB): Alle in Erster Hilfe ausgebildete Personen mit Nachweis

 

 

Beim plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand oder bei Bewusstlosigkeit ist eine schnelle, professionelle, medizinische Hilfe oft lebensentscheidend für den in Not geratenen Menschen. Über ein zusätzliches Smartphone basiertes Alarmierungssystem kann die Feuerschutz- und Rettungsleitstelle des Kreises Lippe zeitgleich zu den Rettungskräften, einen sich möglicherweise zufällig in unmittelbarer Einsatznähe befindlichen - medizinisch qualifizierten - Ersthelfer aufspüren und hinzualarmieren.

Dieser Ersthelfer, kann z.B. eine Krankenschwester, ein Pfleger, ein Rettungssanitäter/-in, ein Rettungsassistent-/in oder ein Notfallsanitäter/-in sein und unmittelbar qualifizierte Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten – bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Diese wenigen Minuten können die entscheidenden Minuten für das Überleben des Patienten sein.

In den offiziellen Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) zur kardiopulmonalen Reanimation (CPR) wird der Einsatz „intelligenter Alarmierungssysteme für Ersthelfer“ sogar empfohlen.

Wie helfen die Ersthelfer konkret?

Geht ein Notruf in der Leitstelle Lippe ein, bei dem ein Herz-Kreislauf-Stillstand oder eine bewusstlose Person gemeldet wird, wird parallel ein Alarm an das KATRETTER-System übertragen. Durch das System erfolgt zuerst eine GPS-Abfrage, um sicherzustellen das sich ein oder mehrere qualifizierter Ersthelfer in der Nähe des Notfallortes befinden.

Nimmt der alarmierte Ersthelfer den Einsatz auf seinem Smartphone an, wird er über sein Handy zum Einsatzort navigiert. Zusätzlich erhält er weitere für Ihn relevante Einsatzdaten.

Durch seine räumliche Nähe zur Notfalladresse erreicht der Ersthelfer den Patienten im Idealfall viel schneller als der Rettungsdienst und kann bereits mit lebenserhaltenden Maßnahmen beginnen. Schließlich gilt die Regel „Time is brain“, denn die Überlebenschance des Patienten steigt durch einen schnelleren Beginn der medizinischen Behandlung drastisch.

Um in solchen Notfällen über die App auf ihrem Smartphone alarmiert werden zu können, müssen sich Ersthelfer zuvor registrieren und an einem Training teilgenommen haben.


Als Ersthelfer registriert ?

Um als Ersthelfer über die App KATRETTER alarmiert werden zu können, müssen Sie zunächst eine Einweisung erhalten.

Hierzu senden Sie uns bitte eine eMail an unser Funktionspostfach

           KatRetter@kreis-lippe.de

Bitte nennen Sie uns dabei Ihre Kontaktdaten (z.B. Name, Vorname, eMail-Adresse, Telefon). Wir treten dann mit Ihnen in Kontakt, um das weitere Vorgehen und die Teilnahmebedinungen zu erörtern.

Bereit Leben zu retten!

Jetzt sind Sie Ersthelfer im KATRETTER-System. Für alle zeitkritischen, lebensbedrohlichen Einsätze - bei denen ein qualifizierter Ersthelfer auch ohne spezielle Ausrüstung wertvolle Ersthelfermaßnahmen noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes einleiten kann - werden Sie bei bedarf hinzualarmiert.

Die Auslösung erfolgt dabei zeitgleich zur Alarmierung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr durch einen Disponenten der Leitstelle Lippe.

Einsätze zu denen in der Regel ein Ersthelfer hinzualarmiert wird:

  • Herz-Kreislauf-Stillstand
  • Bewusstlosigkeit

Die KATRETTER-App


Die App ist kostenlos im App Store für iOS und Google Play Store für Android Geräte unter dem Namen „KATRETTER“ verfügbar, Sie können auch einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen.

Mit Eingang des Notrufes in der Leitstelle spürt der KATRETTER-Server im Hintergrund bereits den nächst verfügbaren qualifizierten Ersthelfer auf – in Echtzeit!

Zeitgleich zur Einsatzdisposition durch die Leitstelle erfolgt eine Benachrichtigung auf das Smartphone – die Signallaufzeit beträgt dabei durchschnittlich nur wenige Sekunden. Mit einem markanten Alarm-Ton beginnt nun die Alarmierungskette.

Es folgt die Abfrage zur Möglichkeit einer Einsatzübernahme – ja oder nein.

Wird die Einsatzübernahme bestätigt, erfolgt die verschlüsselte Einsatzübergabe. Der Ersthelfer wird mit der Einsatzadresse und einer Wegebeschreibung auf seinem Smartphone rasch an den Einsatzort navigiert und leitet dort die notwendigen Rettungsmaßnahmen ein - solange bis der mitalarmierte Rettungsdienst eintrifft.


Eine Kommunikationsoberfläche ermöglicht eine schnelle Statusrückmeldung an die Leitstelle.

Warum wird KATRETTER eingeführt?

In den Leitlinien zur Reanimation ist festgeschrieben, dass zu einem Herz-Kreis-Laufstillstand neben der bereits durch die Leitstellendisponenten durchgeführten Telefonreanimation, auch die Entsendung von ausgebildeten Ersthelfern unter der Einbeziehung von örtlich verfügbaren AEDs (Automatisierter externer Defibrillator) erfolgen soll.
Es wird der Einsatz „intelligenter Alarmierungssysteme für Ersthelfer“ gefordert, mit dessen Hilfe die Leitstelle über ein zusätzliches Smartphone basiertes Alarmierungssystem parallel zu den Rettungskräften weitere Ersthelfer aufspüren und hinzualarmieren kann.
Oberstes Ziel ist eine deutliche Reduzierung des „therapiefreien Interfalls“ des Patienten, um dessen Überlebens- und Genesungswahrscheinlichkeit deutlich zu steigern.

Des Weiteren haben sich bereits verschiedenste Expertengremien in entsprechenden Stellungnahmen zum Thema positioniert und dabei den Einsatz dieser Systeme gefordert. So hat sich der Landesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Land Brandenburg am 14.06.2018 wie folgt positioniert:

Um die Überlebensrate bei außerklinischen Herzkreislaufstillständen anhaltend im gesamten Land erhöhen zu können, hält der Landesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Brandenburg ein einheitliches System zur smartphonebasierten Ersthelferalarmierung mit einer Anbindung an alle 5 Regionalleitstellen für unabdingbar.

Auch der Bund Deutscher Anästhesisten kam bereits am 22.02.2017 zu gleichen Erkenntnissen:

Die Unterstützung durch Laien und ausgebildete Ersthelfer ist für eine optimale Rettungskette unverzichtbar. Durch den Einsatz von Notfall-Apps wird das Rettungsnetz in Deutschland noch engmaschiger. Die Chance, dass eine Reanimation in den ersten fünf Minuten erfolgt, kann sich dadurch deutlich erhöhen.

Erfolgt eine Bezahlung der Ersthelfer?

Nein, eine Vergütung der Tätigkeit als Ersthelfer erfolgt nicht. Die Tätigkeit als Ersthelfer ist ehrenamtlich und erfolgt aus einem außerordentlichen, bürgerschaftlichen Engagement.

Bin ich als Ersthelfer versichert?

Ersthelfer sind über den kommunalen Schadensausgleich versichert, so wie jeder andere Helfer der zu einem Ereignis (z.B. Unfall) hinzugezogen wird. Auf Nachfrage können wir weitere Informationen hierzu bereitstellen.

Wann wird ein Ersthelfer alarmiert?

Für alle zeitkritischen, lebensbedrohlichen Einsätze, bei denen ein qualifizierter Ersthelfer auch ohne spezielle Ausrüstung wertvolle Ersthelfermaßnahmen noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes einleiten kann.

Dazu zählen Einsätze wie:

  • Herz-Kreislauf-Stillstand
  • Bewusstlosigkeit

Die Auslösung erfolgt zeitgleich zur Alarmierung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr durch einen Disponenten der Leitstelle Lippe.

Was sind Inhalte der Schulungen?

Für eine erfolgreiche Registrierung ist eine theoretisch-praktische Einweisung erforderlich, welche im Nachgang der Anmeldung erfolgt. Diese enthält rechtliche, soziale und informelle Hinweise (für alle Ersthelfer erforderlich). Der Praxisteil enthält ein Reanimationstraining nach GRC.

In welchem Einzugsgebiet werden Ersthelfer alarmiert?

Ersthelfer werden nur innerhalb des Einzugsgebiets der Feuerschutz- und Rettungsleistelle des Kreises Lippe alarmiert:

  • in ländlichen Gebieten beträgt der Alarmierungsradius 3 km
  • in dicht besiedelten Gebieten beträgt der Alarmierungsradius 1000 m

Zukünftig ist auch eine Ausweitung auf z.B. unsere Nachbarkreise angedacht, also wenn Sie z.B. im Nachbarkreis arbeiten, dass Sie auch dort zu einem Einsatz gerufen werden.

An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?

Sie haben Fragen zum KATRETTER-System ? Oder Sie sind Ersthelfer und haben weitere Fragen ?

Melden Sie sich direkt bei Ihrem bekannten Ansprechpartner, schreiben Sie uns eine eMail an unser Funktionspostfach: KatRetter@kreis-lippe.de oder melden Sie sich bei uns unter 05261-6660-0 - Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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